Ab 16. März 2026 bis Herbst 2027 wird die Seestrasse in der Gemeinde Küsnacht, in zwölf Bauphasen!, ab dem Goldbach Center in Richtung Zollikon, „saniert“.  Auf den 600 m Seestrasse wird ein Einbahnregime verfügt, es werden Lichtsignale installiert. Mehrere Querstrassen – so die Goldbacher- und die Boglerenstrasse sowie die parallel zur Seestrasse führende Zürichstrasse –  werden mit temporären- und einschränkenden Fahrverboten bedacht. 

Bauherren sind das Kantonale Tiefbauamt (Vorsteher: Regierungsrat Martin Neukom, Grüne), die Gemeinde Küsnacht (Gemeindepräsident: Markus Ernst, FDP; Tiefbau- und Polizeivorstand: Claudio Durisch, „Rot-Grün Plus“9 sowie die Werke am Zürichsee (Verwaltungsratspräsident ist besagter Markus Ernst).

Der Gewerbeverein lässt sich vernehmen

Der Gewerbeverein Küsnacht (Präsident Philipp Bretscher, Besitzer der Apotheke Hotz in Küsnacht) ist verständlicherweise nicht erfreut (siehe Zürichsee-Zeitung, 13.3.2026):

Der gleiche Verein kämpft, nach klarer Absage zu einer möglichen Einsprache durch Gemeindepräsident Ernst und deshalb ohne Unterstützung der Gemeinde, mit Anliegern derzeit vor Bundesgericht gegen die Einführung von Tempo-30 auf  der Schiedhaldenstrasse in Küsnacht (Hauptverkehrsstrasse, welche durch Küsnacht, den Berg hoch, in Richtung Zumikon führt) – Ausgang ungewiss.

Bretscher lässt sich in der Zürichsee-Zeitung vom 13.3.26 betreffend Sperrungen der Quartierstrassen wie folgt vernehmen: „Für uns ist der fliessende Verkehr wichtig!“. Damit wehrt sich Bretscher einerseits für die Handwerker, welchen noch weiter bei ihren Fahrten zu ihren Kunden durch das Dorf Steine in den Weg gelegt werden, aber auch für das ganze Gewerbe in Küsnacht, welches mit weiteren Umsatzeinbussen rechnen muss. Dies sowohl aufgrund eines massiven Parkplatzabbaus im Zentrum von Küsnacht (Parkplatz Zürichstrasse: minus 26 PP; Heinrich – Wettstein Strasse: minus 6 PP) und unmöglicher Verkehrsführung Zentrum mit 20er-Zone. Es muss davon ausgegangen werden, dass jeder verlorene Parkplatz das Gewerbe pro Woche rund CHF 4000.- an Umsatz kostet…

Der mehrheitlich FDP-regierte Gemeinderat (4 von 7) hat mit Hilfe des soeben mit Glanzresultat wieder gewählten Vertreters von Rot-Grün-Plus, Durisch, in der laufenden Legislatur im Zentrum des Dorfes auf der Dorfstrasse eine 20er-Begegnungs-Zone eingerichtet und führte trotzdem mittels versteckter Radaranlage Tempo-Messungen durch…

Dagegen ist es Velofahrern neu erlaubt, im Gegenverkehr, auf der für den Motorisierten Verkehr Einbahn-geführten und mit Tempo-20kmh beschränkten Dorfstrasse zu fahren. Die interessierte Beobachterinnen und Beobachter können  regelmässig Lastenvelo-fahrende Väter und Mütter mit Kindern vorne auf dem Lastenträger beobachten, welche im Gegenverkehr in rasantem Tempo besagte 20kmh – beschränkte Strasse beflitzen. Ein grösseres Unglück mit Schaden an Leib und sogar ev. Verlust von Leben kann deshalb nicht ausgeschlossen werden, zumal sich die Durisch unterstellte Dorfpolizei bis anhin auch nicht mit Kontrollen des Veloverkehrs gross bemerkbar gemacht hat.

Gewolltes Verkehrschaos

Die Kantonsräte Tumasch Mischol (SVP Hombrechtikon), Marion Matter (SVP, Meilen) und Corinne Hoss-Blatter (FDP, Zollikon) haben am 2.3.26 eine Anfrage (KR-Nr. 79/2026) mit dem Titel „Strassenbau koordinieren, Leistungsfähigkeit sichern – Verkehr am Rechten Zürichseeufer II“ eingereicht. Diese Anfrage (Beantwortung innert dreier Monate vorgeschrieben) wird wohl, wie viele Anfrage davor, durch den Vorsteher des Kantonalen Tiefbauamtes ins Leere laufen gelassen werden.

Fazit

  • 18 Monate für rund 600 m Strasse, Kanalisation und Leitung sind rekordverdächtig, sicher nicht der Caso-Bello. In Asien wäre eine solches Strassenbauprojekt innert 3er Monate und 24 Std. Schicht – Betrieb erfolgreich ausgeführt. Nicht so in Europa und ganz besonders in der Schweiz!
  • Der Gau auf der Seestrasse im Raum Bahnhof Tiefenbrunnen, Fahrtrichtung Bellevue, wird wohl noch grösser: Aufgrund des in der Gemeinde Küsnacht ab 16.3.26 durch das Kantonale Tiefbauamt und die Gemeinde Küsnacht verordneten Verkehrsregimes wird es im Raum Bahnhof Tiefenbrunnen zu massiven Verkehrsüberlastungen kommen. Grund: Der durch die Baustelle in Küsnacht verursachte Kolonnenverkehr wird sich zusätzlich an den wegen der Baustelle Bellerivestrasse (auch Einbahnverkehr) im Tiefenbrunnen an vier Lichtsignalen künstlich gestauten Verkehrs aus Küsnacht und Zollikon noch weiter stauen! Es darf mit sehr langen Wartezeiten gerechnet werden. Ob das die Beamten des Kantonalen Tiefbauamtes, der Kantonspolizei und des Tiefbauamtes von Küsnacht sowie deren politische Vorgesetzte (aus Grüne, FDP, SP und Rot-Grün-Plus) gross interessieren wird, ist zu bezweifeln, zumal wieder einmal „nur“ vornehmlich Steuerzahlende und Arbeitende aus dem Rechten Zürichseeufer zu den Leidtragenden gehören.
  • Böse Stimmen meinen, die gleichzeitig zur Baustelle an der Seestrasse durchgeführte Baustelle am Dufourplatz in Zollikon (Hauptverkehrsstrasse Alte Landstrasse schneidend) sei mit Absicht zeitlich mit der Baustelle Seestrasse Küsnacht koordiniert worden!

Das Volk hat die Regierung, die es verdient! (Küsnachter Bote, 12.3.2026)

Zumindest den Wählern in Küsnacht scheint das Verkehrschaos in ihrer Gemeinde ziemlich egal zu sein oder sie ignorieren den Gau ganz einfach weiter und gingen bei den soeben abgehaltenen Kommunalwahlen gar nicht erst an die Urne:

Die freisinnige Mehrheit in der Gemeinde (Erfolgreiche Parteileitung durch einen links-liberalen-, grün – orientierten Holländer mit Schweizer Pass), wohl mit Hilfe einer grösseren Anzahl von Cüpli-Sozialisten, bleibt auch in der nächsten Amtszeit bestehen.

Die Mehrheit der Wähler im Dorf hat den velofahrenden Dauergemeindepräsidenten Ernst (20 Jahre Gemeinderat und 12 Jahre Gemeindepräsident und wohl bald auch Präsident des einflussreichen, freisinnig – kontrollieren Gemeindepräsidentenverbandes des Kantons Zürich) mit nur 2312 Stimmen (bei 4838 eingegangenen Wahlzetteln) mehr schlecht als recht wieder gewählt. Sein klar bürgerlicher Gegenkandidat (der Schreibende) wurde dagegen massiv abgestraft, er erhielt noch mehr als 1000 Stimmen weniger als Ernst. Als grosser Gewinner darf sich der rot-grüne Tiefbau- und Polizeivorstand Durisch (3367 Stimmen bei 4700 eingereichten Wählzetteln), welcher überaus glanzvoll an 1. Stelle aller Kandidaten wieder gewählt wurde, feiern lassen.

Seldwyla am Zürichsee! Küsnacht wird zum Klein-Zürich!