Nationalrätin Celine Widmer (SP Stadt Zürich) – sie hat 10 Jahre im Stab der abtretenden Stadtpräsidentin Corine Mauch gewirkt – ist als neue Kandidatin mit einem Glanzresultat (3. Stelle) in den Zürcher Stadtrat gewählt worden.
Stadtrat Rafael Golta (SP, bisher), Sozialvorstand der Stadt Zürich, wurden wohl sehr gut wieder in den Stadtrat gewählt (1. Rang), scheiterte dagegen relativ kläglich als Kandidat für das Stadtpräsidium und ist in einen 2. Wahlgang verwiesen worden!
Nachfolgerin von Celine Widmer im Nationalrat wird Michèle Dünki-Bättig, Kantonsrätin, bisherige Gemeinderätin aus Glattfelden und Co-Präsidentin der SP des Kantons Zürich. Bei den Gemeinderatswahlen in Glattfelden hat Michèle Dünki-Bättig nicht sehr erfolgreich abgeschlossen: Die bald Neo-Nationalrätin erhielt auf dem 3. Rang 131 Stimmen im Rennen um das Gemeindepräsidium von Glattfelden, hinter den bisherigen und wiedergewählten Gemeindepräsidenten Glattfeldens, Marco Dindo, SVP (588 Stimmen). Als Gemeinderätin wurde Dünki-Bättig erst an 4. von 6 Stellen (779 Stimmen), hinter einer neuen, parteilosen Kandidatin (Katrin Howald Creti, 807 Stimmen), wieder gewählt.
Jubel bei der SP
Bald-Nationalrätin Michèle Bättig-Dünki wurde am Morgen des 9.3.2026 vor der Kantonsratssitzung gebührend von ihren Genossinnen und Genossen sowie weiteren Ratsmitgliedern gefeiert. Ob Dünki-Bättig nun ihr Amt in Glattfelden (siehe oben) abgibt oder behält ist nicht bekannt, kann aber aufgrund der künftig auf sie zukommenden Arbeitslast (Nationalrätin und Co-Präsidentin SP Kanton Zürich) nicht ausgeschlossen werden.
Geflüster hinter den Kulissen: Forderung der Auswechslung von Golta durch Widmer
Wie die Tribüne aus nicht genannt sein wollenden Quellen erfährt, haben sich seitens von Frauen aus dem Kreis der SP, der Grünen und der Alternativen Liste in der Stadt Zürich Stimmen vernehmen lassen, welche eine Auswechslung des nicht erfolgreichen Stadtpräsidentschafts-Kandidaten Rafael Golta durch Celine Widmer fordern.
Noch am Abend des Tags der Frau (Wahltag 8.3.26) sei seitens feministischer Stimmen innerhalb der SP der Stadt Zürich und weiterer linker Parteien die eindeutige Forderungen für eine Frau als Stadtpräsidentin von Zürich gestellt worden. Begründung: Die Männer sind neu im Zürcher Stadtrat krass übervertreten (6 Männer versus 3 Frauen). Eine weibliche Stadtpräsidentin müsse und würde zu einer besseren Geschlechter-Gewichtung beitragen!
Auf Nachfrage der Tribüne bei Kantonsrätin Mandy Abu-Shoak (SP Stadt Zürich und intern unterlegene Kandidatin für eine Frauen-Kandidatur für das Stadtpräsidium von Zürich – siehe NZZ vom 27.6.25), Mitglied Geschäftsleitung SP-Frauen Schweiz, erklärte die SP-Kantonsrätin glaubwürdig, sie stehe voll hinter der Kandidatur von Rafael Golta für das Stadtpräsidium. Die aufstrebende SP-Politikerin verneint kategorisch, etwas von Demarchen seitens einer Gruppe feministischer SP-Frauen für eine Gegenkandidatur Widmer zu wissen!