Erbsenprotein anstatt Kalbsbratwurst: Zoo Zürich streicht die Kalbsbratwurst von der Speisekarte!
Wie 20 Minuten und der Blick berichten, streicht der Zoo Zürich die Kalbsbratwurst von seiner Speisekarte und ersetzt sie durch eine Erbsenproteinwurst. Cervelats und Hackfleisch sollen folgen!
„Gerechnet auf durchschnittliche 100’000 verkaufte Kalbsbratwürste pro Jahr ist der Effekt erfreulich“, so der Zoo in seiner Medienmitteilung: Hochgerechnet aufs Jahr ergibt das gemäss den Subventionsempfängern vom Zürichberg eine Einsparung von rund 60 Tonen CO2. Das würde 233 Autofahrten von Zürich nach Rom entsprechen, meint deren ideologisierte Medienstelle.
Subventionsgeschwängertes Unternehmen
Nur schon aus dem Gemeinnützigen Fonds des Kantons erhält die Zoo Zürich AG CHF 3.36 Mio p. a. Dazu kommen u. a. CHF 7.8 Mio aus dem Lotteriefonds für Infrastrukturinvestitionen für die Jahre 2020 – 2030. Gemäss Geschäftsbericht 2024 wies die Zoo Zürich AG Betriebssubventionen von CHF 6.95 Mio aus.
Der Geschäftsbericht der Veranstaltung für das Jahr 2025 ist im Netz nicht auffindbar – ob er schon publiziert wurde?
Verwerfungen
Wie dieses Medium schon am 27.6.2024 (Zoo und Politik – das beisst sich!) und am 12. September 2024 (Verwerflich: Leitung des Zürcher Zoos macht Politik auf Kosten von Steuerzahlern und Spendern! Regierungsrat zeigt Verständnis!) berichtete, ist es in den letzten 2 Jahren zu mehreren unerfreulichen Vorfällen gekommen:
- Die Zoo Zürich AG unterstützte 2024 auf der Webseite der Initianten und Befürworter der Biodiversitätsinitiative ebendiese politische Initiative. Die Initiative wurde mit 63% Nein-Stimmenanteil abgelehnt.
- Eine sich als Mitglied des Organisations-Komitees des Zoofäscht 2025 erkennbar gebende Person hat vor kurzem bei Sponsoren des Zoofäscht für eine eigene Veranstaltung geworben – ein No-Go!
- Offenbar ist der Verwaltungsratssitz von alt Kantonsrat Martin Farner (FDP), welcher seit 2025 vakant ist, immer noch nicht besetzt! Warum? (Der Verwaltungsrat der Zoo AG besteht mehrheitlich aus FDP-Mitgliedern und es ist davon auszugehen, dass auch wieder ein weiteres-, der FDP nahestehendes neues VR-Mitglied an der diesjährigen GV gewählt wird…)
- Die Stahlbauarbeiten des geplanten 1400 Tonnen schwere Gitternetzes für die Pantanal-Voliere stehen derzeit still. Der Zoo hat gemäss seinen Aussagen die Zusammenarbeit mit der Stahlbaufirma beendet, dies mit massiven finanziellen Konsequenzen. Schlichtungsbemühungen zwischen den beiden Parteien haben bis dato nicht gefruchtet.
- Dazu schreibt das Medium ACT CAMPAX: “ Im Zusammenhang mit dem Bau der Pantanal-Voliere im Zoo Zürich sind scherwiegende Vorwürfe gegen ihre Projektführung öffentlich geworden. Mehrere Medienmitteilungen der Stahlbauunternehmung Baltensperger AG legen erhebliche Mängel im Projektmanagement sowie gravierende Führungsdefizite bei der Leitung dieses komplexen Stahlbauvorhabens nahe…Besonders schwer wiegt, dass durch die Fehlsteuerung beim Bau der Pantanal-Voliere offenbar auch Spendengelder in erheblichem Umfang ineffizient eingesetzt oder unnötig verbrannt wurden. Unabhängig von einer abschliessenden rechtlichen Beurteilung ist festzuhalten: Als Zoodirektor und oberster Verantwortlicher für die Pantanal-Voliere trägt (gemäss ACT.CAMPAX) Dr. Severin Dressen (Anmerkung Die Tribüne: Der seit 2020 im Amt stehende deutsche Zoodirektor) eine zentrale Führungs- und Sorgfaltspflicht. Ende Zitat. Es gilt die Unschuldsvermutung für alle involvierten Firmen und Personen!
- Marius Huber schreibt in der NZZ vom 11.2.26 folgenen Kommentar: “ Der Zoo verliert vielleicht die Aura einer Institution ohne Fehl und Tadel – aber das Vertrauen muss er dabei nicht verlieren.“
- Und jetzt die Kalbsbratwurst – ein Schweizer Staatssymbol – verbannt durch einen deutschen Zoodirektor…
Fazit
- Der Stiftungsrat des Zürcher Zoos tut gut daran, sich mit dem Verwaltungsrat zusammen zu setzen um drängende Fragen zur Unternehmensführung der Zoo Zürich AG stellen zu können.
- Der Stiftungsrat des Zürcher Zoos mag Interesse daran haben, sich mit dem Verwaltungsrat der Zoo AG (mehrheitlich Politiker und Vertreter von Subventionen verteilenden, staatlicher Institutionen) zusammen zu setzen und zu ergründen, ob politische Kampagnen und beispielsweise das Verbot der Kalbsbratwurst als vertrauensbildende Massnahmen für die Zürcher Zoo betrachtet werden können oder ein für alle Male „abgestellt“ werden sollten?
- Besonders interessant wird beobachten zu sein, ob es dem einem oder anderen der honorigen Stiftungsratsmitglieder nicht bald einmal „den Hut lupft“ und diese Personen mit Rückgrat das Gremium unter Protest (etwa mit der öffentlich geäusserten Aussage: Keine Wurst – keine Spende mehr!) verlässt? Ihre Vorfahren hätten dies vor dem Hintergrund der geschilderten Vorfälle wohl schon lange getan. Heute braucht es dazu mehr „Mut“, steht Mann oder Frau doch nach einem solchen Entscheid direkt im Licht der Öffentlichkeit und das vertragen viele sensible und/oder karriereabhängige Mitmenschen eher schlecht…