„Wer sich anRegeln der Gesellschaft hält, wird drangsaliert, und wer die Regeln mit Füssen tritt, dem rollt man den roten Teppich aus.“  (Zitat von Gemeinderätin Martina Zürcher-Böni, FDP, Stadtzürcher Wahlkreis 10, Höngg/Wipkingen, im  Nebelspalter, 14.10.26)

 

Der Tribüne liegt ein Schreiben der Stadt Zürich, Sicherheitsdepartement, an die Geschäftsleitung des Kantonsrats vom 16.10.2026 vor, gezeichnet von der Vorsteherin des Sicherheitsdepartements der Stadt Zürich, Stadträtin Karin Rykart (GP) und ihres Kommandanten der Stadtpolizei Zürich, Beat Oppliger (Auszug):

Facebook-Post des Kantonsratsmitglieds Christoph Marty

Sehr geehrte Frau Kantonsratspräsidentin, sehr geehrte Mitlieder der Geschäftsleitung des Kantonsrats

Mit grossem Befremden haben wir gestern von einem Post des Kantonsrats Christoph Marty auf Facebook zu den Ausschreitungen am Hardplatz vom letzten Wochenende Kenntnis genommen. Sie finden den Post im Anhang. Damit verstösst Herr Marty nicht nur gegen alle Regeln des Anstands, er hat damit auch eine Grenze überschritten.

Im Facebook-Post bezeichnet er Polizisten als „Hinterlader“ und äussert sich zutiefst diskriminierend auch frauenfeindlich. Wir verurteilen das aufs Schärfste. Ob ein Offizialdelikt vorliegt, werden die zuständigen Behörden prüfen müssen.

Vor allem aber greift er in seinem Post das ganze Korps der Stadtpolizei frontal an. Die Polizist*innen sahen sich am Hardplatz mit massiver Gewalt konfrontiert, ein belastender und gefährlicher Einsatz. In dieser Situation ist ein solcher Post geschmacklos, polemisch und dient der Sache in keiner Art und Weise.

Wir fordern Herr Marty auf, den Post unverzüglich zu löschen und sich zu entschuldigen. (Ende Zitat)

Der Facebook-Post (Auszug)

„Vielleicht liegts auch daran, dass das Korps nach Jahrzehnten der linksversifften Führung mittlerweile zu 3/4 aus… (Zeilen gestrichen, können auf Facebook nachgelesen werden) …besteht und kaum noch Männer da sind, die reingehen und richtig austeilen, aber auch einstecken können. Um den Normalbürger zu drangsalieren und abzukassieren sind jedenfalls immer genügend Ressourcen verfügbar.“ (Ende Zitat).

Fazit

  • Die Stadtzürcher Sicherheitsdirektorin scheint, wie schon anlässlich der Duldung der „Besetzung“  Lindenhofs mit massiven Schmierereien vom 28.- 30.8.26, den Sicherheitskräften ein Eingreifen untersagt zu haben. Ob sie durch ihren Polizeikommandanten auch entsprechend beraten wurde? Wo führt das Ganze noch hin? Zu Pariser Zuständen?
  • Muss nicht endlich der Kanton eingreifen und die überforderte Kommunalpolizei der Stadt Zürich dem eigenen Kommando unterstellen?
  • Kantonsrat Christoph Marty, Bauunternehmer (SVP, Zürich 6+10), hat seinen Post nicht als Politiker publiziert. Marty beschwert sich sehr derb, aber offenbar nicht strafrelevant, als Privatperson und nicht als Politiker.
  • Nach taktischem und operativem Versagen und im Angesicht von in Zürich noch nie gesehener Gewaltbereitschaft von Krawallanten, mit gezielten Angriffen auf die Sicherheitskräfte am Zürcher Hardplatz vom 10.10./11.10.26 (u. a. mit einem ausgebrannten- und zwei stark beschädigten Polizeifahrzeugen, einem verletzten Polizisten, brennenden Abfallcontainern und grossen Schäden an Gebäuden sowie anlässlich des Krawalls keinen Festgenommenen), agieren die angeschlagene- und ihrer Aufgabe nicht vollständig gewachsene grüne Stadtzürcher Sicherheitsdirektorin und der ihr ergebene Kommandant der Stadtpolizei (ehemaliger Oberstaatsanwalt des Kantons Zürich) mit ihrem Schreiben an die GL des Kantonsrats aus einer Position der Schwäche heraus.
  • Auch der polizeiliche Nachrichtendienst scheint versagt zu haben.
  • Den Schaden tragen wieder einmal die sich unter dem Einsatz ihres Lebens für die Allgemeinheit einsetzenden Sicherheitskräfte und die betroffenen Bürger und Steuerzahler.
  • Die derbe Ansage von Marty ist offenkundig nicht strafrelevant.
  • Die im Schreiben der Sicherheitsdirektion der Stadt Zürich angesagte Abklärung eines „Offizialdeliktes“ gleicht eher einer unbedachten Aktion überforderter Behörden: Das Resultat wird das Binden umfangreicher Behördenressourcen und daraus resultierende grosse Kosten sein, welche wieder einmal die Steuerzahler zu tragen haben.