Interessenkonflikt

Kantonsrat Andreas Dauru (SP, Winterthur), von Beruf Pflegefachmann, ist Präsident der kantonsrätlichen Kommission für soziale Sicherheit und Gesundheit (KSSG).

Gemäss Medienmitteilung des Regierungsrates vom 17.9.2026 wurde Dauru mit Regierungsratsbeschluss Nr. 952/2026 Integrierte Psychiatrie Winterthur – Zürcher Unterland, Spitalrat, Amtsdauer 2023 – 2027 (Ersatzwahl), 2027 – 2031 (Erneuerungswahl) vom 9.9.2026 zum Spitalrat gewählt.

Der Regierungsrat wählt die Spitalräte für 4 Jahre, die KSSG prüft das Geschäft (wenn zugewiesen durch die Geschäftsleitung des Kantonsrates, was an einer der nächsten Sitzungen geschehen wird). Der Kantonsrat segnet auf Antrag der KSSG das Geschäft anschliessend formell ab.

Eine Personalunion Präsident/Mitglied KSSG und gewähltes Mitglied Spitalrat ipw (Dauru wird möglicherweise u. a. seine eigene Wahl prüfen und das Geschäft auch noch präsidieren) ist offensichtlich nicht vereinbar!

Weder die das Geschäft vertretende Gesundheitsdirektorin Natalie Rickli (SVP, Winterthur) noch Andreas Dauru scheinen sich am Interessenkonflikt zu stören: Der Konflikt wird weder in Rickli’s Medienmitteilung, noch im Regierungsratsbeschluss erwähnt. Der Direktbetroffene Dauru hält bis jetzt still und scheint das Ganze unter dem Deckel halten zu wollen…

Fazit

  • Dauru ist gut beraten, als Präsident der KSSG umgehend seinen Rücktritt einzureichen sowie als Mitglied der KSSG zurückzutreten – ein Interessenkonflikt ist ab sofort nicht auszuschliessen
  • Die SP Fraktion im Kantonrat ist gut beraten ein neues Mitglied in die KSSG zu delegieren