Die Baugewerbliche Berufsschule Zürich zählt zu den grössten Ausbildungsinstitutionen der Schweiz. Die Anzahl Lernende an der Institution schwankt stark zwischen rund 3’200 bis 4’500 Lernenden und Studierenden im Jahr. Im Bereich Grundbildung ist die Schule in zwei Abteilungen aufgeteilt, die Abteilung Montage und Ausbau und die Abteilung Planung und Rohbau. Der Schule stehen ein Rektor und mehrere Abteilungsleiter vor. Der Abteilung Planung und Rohbau stehen zwei Abteilungsleiter vor.
Wie der Tribüne von einem Informanten mitgeteilt wurde, gibt es derzeit in der Abteilung Planung und Rohbau (die Abteilung MA sei nicht betroffen) der Baugewerblichen Berufsschule Zürich grössere Verwerfungen. Die Grossfirmen Anliker, Implenia und Marti – via deren Lehrlingsverantwortliche – hätten dem Rektorat im Dezember 2025 einen 6-seitigen Brief gesandt. Ob das Rektorat (schon) darauf geantwortet habe, sei nicht bekannt.
Die Abteilung Kommunikation des Mittelschul- und Berufsbildungsamtes schreibt auf Anfrage der Tribüne:
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„Das Mittelschul- und Berufsbildungsamt (MBA) hat Kenntnis von einem Konflikt an der Baugewerblichen Berufsschule Zürich erhalten. Da es sich um einen Personalfall handelt, liegt die Verantwortung bei der Schule. Das MBA unterstützt und berät die Schule“.
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Fazit
- Die Bildungsdirektion hält den Amtsweg ein, was richtig ist. Und es gilt auch die Unschuldsvermutung beim derzeitigen Konflikt an der Schule. Trotzdem sei an dieser Stelle auf einen Fall an der Technischen Berufsschule Zürich (TBZ) aus dem Jahr 2023 hingewiesen, worüber die Sonntagszeitung am 18.1.2025 und Die Tribüne am 20.1.2025 berichtet haben. Im vorliegenden Fall ist davon auszugehen, dass die Bildungsdirektion, vertreten durch das MBA (Amtsleiter Niklaus Schatzmann) – möglicherweise auch als Lehre aus dem Fall TBZ – die Baugewerbliche Berufsschule näher unterstützt und berät.
- Nichtsdestotrotz stellt sich die Frage, ob die Bildungsdirektion und das für die die Berufsschulen verantwortliche MBA die für unseren Kanton und die Ausbildung unseres Gewerbenachwuchses enorm wichtigen-. teils sehr oder möglicherweise zu grossen Schulen auch genügen unterstützt, überwacht und wo und wann nötig berät?
- Und es stellen sich Fragen zur Ausbildung im Konfliktmanagement der Rektoren, Führungskräfte und der Lehrerschaft. Genügt diese? Wer führt sie durch? Wie sieht es mit dem Nachwuchs der Lehrerschaft aus?
- Grossfirmen, Grossbanken und Versicherungen etc. bilden ihre Lehrlinge alle auch in internen Lehrgängen aus. Dies können sich kleinere Firmen nicht leisten, sie sind auf die staatlichen Berufsschulen und den KV angewiesen und deren Ausbildung (und – Niveau) auf Gedeih und Verderben ausgeliefert! Umso wichtiger ist und wäre die Ausbildung in einem auf dem neusten Stand befindliches Qualitätsmanagement und – Controlling! Daran scheint es im Kanton Zürich nicht zum besten zu stehen!