„Klima à la carte: Kulinarischer Genuss und nachhaltige Ernährung vereint“ – so lautet eine Medienmitteilung der Zürcher Baudirektion
Gemäss dieser Medienmitteilung (MM) der Baudirektion des Kantons Zürich, welche gemeinsam mit den Medienstellen der Städte Zürich, Winterthur und Aarau verfasst wurde, nehmen auch dieses Jahr zahlreiche Gastronomiebetriebe im Kanton Zürich und im Kanton Aargau an einer „Aktion Klima à la carte teil“ und „servieren klimafreundliche Menüs“.
Im Erklärungstext der MM wird langatmig und lehrmeisterlich über den direkten unserer Ernährung auf das Klima doziert: Besonders aufwändige und tierische Produkte verursachten hohe Treibhausemissionen und es landeten im Kanton Zürich jährlich 40’000 Tonnen essbare Lebensmittel im Abfall. Wer bewusst einkaufe (wird damit insinuiert, dass die grosse Mehrheit der Zürcher Restaurationsbetriebe nicht bewusst einkauft?), könne seine Umweltbilanz erheblich verbessern.
Wie schmackhaft das zugleich sei zeigten zahlreiche Gastronomiebetriebe im Rahmen der Aktion „Klima à la carte“…Während des „Aktionsmonats“ böten die teilnehmenden Gastronomiebetriebe klimafreundliche Menus und markierten sie auf der Menükarte: Auf einen Blick sei ersichtlich, welche Gerichte sich durch einen tiefen „CO-2 Abdruck“ auszeichneten.
Und nicht genug, auf der Webseite des Kantons Zürich, unter dem Titel „Nachhaltige Ernährung“ – „Klima à la carte“, wird für einzelne Gastronomiebetriebe im Kanton (die Mehrheit davon in den Städten Zürich und in Winterthur – warum wohl?) mit direktem Link auf deren Webseiten (zum Teil mit Alkoholwerbung!) geworben!
Gezeichnet ist das Ganze u. a. von einer Isabelle Rüegg, Kommunikation Baudirektion des Kantons Zürich.
Fazit
- Die Tribüne rät dem Baudirektor des Kantons Zürich, Martin Neukom (Grüne), in Zukunft solche missratene Medienmitteilungen – analog zu den ihm nicht genehmen Porträts seiner Wenigkeit – im eigenen Namen auf seiner eigenen Webseite zu publizieren und die Kosten dafür selber zu tragen!
- Die Finanzkommission und die Geschäftsprüfungskommission des Kantonsrates sind gut beraten, endlich die Medienabteilungen der einzelnen Direktionen unter die Lupe zu nehmen und im nächsten Budget überflüssige Kommunikationsstellen zu streichen! Was hier abgeht ist nicht weniger und nicht mehr als Verschleuderung von Steuergeldern!
- Auch die Finanzkontrolle des Kantons Zürich ist in der Pflicht diesem Unsinn ein Ende zu setzen, widerspricht doch diese Werbeaktion der Zürcher Baudirektion geltendem Recht!