https://goldkueste24.ch/articles/369537-der-fiese-blitzer

Ruft der Kommandant der Zürcher Kantonspolizei, Marius Weyermann, nach Verstärkung, so erhält er sie vom Zürcher Sicherheitsdirektor, Regierungsrat Mario Fehr (parteilos, ehemals SP und Landesring der Unabhängigen).

Das ist richtig so, ist doch unsere Kapo im Vergleich mit ausländischen Korps massiv unterdotiert und läuft personell auf dem Zahnfleisch.

Nur: Setzen Fehr und Weyermann Prioritäten und ihre Kräfte richtig ein?

Die Tribüne meint: NEIN!

Während die Verkehrspolizei die modernsten Radarfallen anschafft (siehe oben, Artikel in Goldküste24.ch „Der fiese Blitzer“) wird der einzige Polizeihelikopter der Schweiz (unerlässlich für die Arbeit der Kapo Zürich) spätestens 2028 ausser Betrieb genommen werden müssen. Aber Fehr scheint die Planung und der Bau von Stützpunkten für seine Seepolizei wichtiger zu sein als die Anschaffung eines für die Polizeiarbeit unerlässlichen Helikopters! Trotzdem müsste dem Sicherheitsdirektor zu denken geben, dass obwohl er bald über einen (grösstenteils unnötigen) teuren, neuen Stützpunkt der Seepolizei in Oberrieden, notabene mit bald osoletem Helipad, verfügt, seine Kapo 2028 wohl aber keinen Helikopter mehr besitzt…

Soviel zur Planung und zum finanziellen Mitteleinsatz der Sicherheitsdirektion und bei der Kapo!

Und nur schon zur Bekämpfung des Einbruchs-Tourismus der generell auf dem Kantonsgebiet grossen Anzahl an Einbruch-Diebstählen herrscht massiver Nachholbedarf an personellen-, tierischen und materiellen Ressourcen zur Verbrechensbekämpfung!

So ist bespielsweise mit einer bis zwei Patrouillen (4 Mann) pro Nacht dem (organisierten) Verbrechen im Bezirk Meilen (110’000+ Einwohner) nicht beizukommen. Und diese maximal 4 Mann werden natürlich auch noch zu weiteren Schauplätzen polizeilicher Intervention (Verkehrsunfälle, Delikte häuslicher Gewalt, Drogendelikte, Feuer etc. etc.) gerufen. So kommt es dann, dass die abends/nachts verfügbaren Kräfte am rechten Seeufer mehr als 40 Minuten nach einer Einbruchsmeldung brauch(t)en, um vor Ort einzutreffen…

Konzentration auf das Wesentliche muss die Devise lauten: Es kann und darf nicht sein, das sich die Verkehrspolizei der Kapo offensichtlich mit dem Busseneintreiben auf Strassenabschnitten befasst (der Ort in Küsnacht darf nicht genannt werden, ist der Tribüne aber bekannt), auf welchen wohl rund 90% der Verkehrsteilnehmer zumindest nah oder direkt am Tempolimit fahren – die Kapo aber nicht über genügend Ressourcen zur Verbrechensbekämpfung (Einbruch-Diebstähle, Drogen- und Menschenhandel, Kontrolle von Apartmenthäusern etc.) verfügt.

Fazit

Es stellen sich verschiedene Fragen:

  • Wie viele neue Radargeräte vom Modell-Typ des in Küsnacht am 17.3.2026 eingesetzten Typs (klein, einer Mülltonne sehr ähnlich sehend-) hat die Kapo angeschafft oder gemietet respektive bis dato eingesetzt? Was kostet der „Braten“ und wo im Polizeibudget sind die Kosten für diese Geräte eingestellt?
  • Sicherheitsdirektor Mario Fehr (parteilos, 68 Jahre alt, auf das Ende seiner erfolgreichen Amtszeit zu gehend) würde gut daran tun, seinen Kapo Kdt zur Rede zu stellen und zu hinterfragen, ob der Personalbestand der Verkehrspolizei, vor dem Hintergrund der Sicherheitslage im Kanton und offensichtlich fragwürdiger Radarkontrollen mit brandneuen Geräten, weiter vertretbar ist oder ob nicht Anzahl Polizisten und Polizistinnen zwingend in andere Kapo-Abteilungen umgeteilt werden müssten (so etwa von der Verkehrs- zur Sicherheits- und Kriminalpolizei)?
  • Die Herren Fehr und Weyermann würden wohl auch gut daran tun, bei der Planung der Budgets der Sicherheitsdirektion und der Kapo für die Jahre 2027 und 2028 entsprechende Änderungen ins Auge zu fassen sowie einen Kreditantrag für einen neuen Polizeihelikopter dem Parlament endlich vorzulegen!