„Das F-Wort zieht immer“ Thomas Ribi in der NZZ vom 11.6.2026
Der Schreibende ist und war nicht für eine milde Sprache bekannt, auch als er noch im Zürcher Kantonsrat sass. Dennoch er hat immer versucht, seinen politischen Gegnern mit ein Mindestmass an Anstand gegenüber zu treten und sie nie zu beleidigen oder zu verunglimpfen!
Nach mehreren Tagen der Reflexion erlaube ich mir zu derzeit unschönen Entwicklungen in unserem Kantonsparlament deutlich Stellung zu nehmen:
Im Zürcher Kantonsrat haben in neuerer Zeit mehrere Volksvertreter Einsitz genommen, welche sich eines Sprachgebrauchs unterster Schublade bedienen. Diese Leute scheinen sich ihr verwerfliches „Handwerk“ in Kommunalparlamenten (etwa im Gemeinderat der Stadt Zürich) oder auf der Strasse, anlässlich von Demonstrationen, angeeignet zu haben und sind bis anhin weder durch inhaltlich- noch sprachlich bestechende Voten aufgefallen! Das macht mich persönlich traurig und hat in mir eine grössere Portion Unverständnis aufgebaut…
Diese Hitzköpfe mögen bitte in sich gehen, sich mässigen und auf die Grundtugenden eines Parlamentsmitgliedes (KI: Ethische und professionelle Haltungen, die für eine funktionierende Demokratie unerlässlich sind) besinnen.
Und auch ihre Fraktionsleitungen stehen in der Pflicht!
Die (neue) Ratsleitung unter Kantonsratspräsidentin Romaine Rogenmoser (SVP, neu Glattfelden) und Vizepräsidentin Monika Wicki (SP, Zürich) ist gut beraten, dem unschönen Treiben ein rasches Ende zu setzen und nicht weiter tatenlos zuzusehen.
Wo nötig (was aufgrund ganz perfider Entgleisungen anlässlich der Ratsdebatte vom Montag, 8. Juni 2026 leider ins Auge gefasst werden müsste), sind auch schärfere Sanktionen (hin bis zu einer Strafanzeige) am Platz.
Dass die Nachrichtenagentur sda mit ihrer sehr einseitigen Berichterstattung zum Vorgefallenen noch weiter Öl ins Feuer giesst (siehe Tagesanzeiger vom 10.6.2026) zeugt leider von einer regelmässig an den Tag gelegten politischen Eingenommenheit dieses staatlich subventionierten Berichterstattungsorgans.
Hans-Peter Amrein, im Juni 2026